Kirchliche

Johannes-Nepomuk-Kapelle

Diese Kapelle des hl. Johannes Nepomuk wird auch ‚Šíp-Kapelle‘ genannt. Ihr heutiges Aussehen erhielt sie in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Kapelle ist ein schlichter rechteckiger Bau mit einer Nische, die mit einer Gittertür versehenen ist. Heute hängen in der Kapelle verschiedene reproduzierte Gemälde.

Kapelle zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit

Die der Allerheiligsten Dreifaltigkeit geweihte Kapelle stammt aller Wahrscheinlichkeit nach aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Es geht hierbei um einen monumentalen säulenartigen Bau mit üppig geformten Flügeln. In unteren Bereich befindet sich eine von einem Türchen verdeckte Nische mit einem Bild.

Johannes-Nepomuk-Kapelle im Renner-Park

Manche Zeitzeugen wissen zu berichten, die Kapelle sei umgezogen. Die Johannes-Kapelle wurde 1935 an dieser Stelle als genaue Kopie einer älteren Kapelle des heiligen Johannes errichtet, die in der nahen Straße Na Stráži stand. Berichten zufolge wurde sie für eine Tonstatue des heiligen Johannes von Nepomuk erbaut. Diese stand ungeschützt und frei auf der Straße und eines Tages schlug ihr jemand den Kopf ab. So sahen sich die Einwohner gezwungen, der Statue ein schützendes Obdach zu errichten.

Friedhof in Podsrp

Der Friedhof befindet sich neben der Hauptstraße nach České Budějovice. Er ist vollständig von einer Steinmauer umgeben. An der Eingangspforte mit Malteserkreuz prunkt die Inschrift: „Was ihr seid, das waren wir und was wir sind, das werdet ihr.”Mitten auf dem Friedhof steht ein großes Steinkreuz aus dem 19. Jahrhundert. Seit 1837 steht an der gegenüberliegenden Seite des Friedhofs ein kleines Leichenhaus.

St. Wenzelsfriedhof

In der Umgebung der St. Wenzelskirche befindet sich der gleichnamige Friedhof auf dem Gebiet der verschwundenen Siedlung Lom. Er stammt von der Wende des 13. zum 14. Jahrhundert, also aus der gleichen Zeit, als von Bavor III. die Kirche des hl. Wenzel in dieser uralten Siedlung gegründet wurde. Mit der Zeit blieb er der einzige Friedhof in Strakonice. Sein enormes Alter bezeugen unter anderem auch zahlreiche, in den Fußboden eingelassene Grabsteine aus dem 16. Jahrhundert. Der Friedhof war schon immer heiliger Boden.

Jüdischer Friedhof

Westlich von Strakonice liegt an der Straße nach Pracejovice ein uralter jüdischer Friedhof. Nach dem Abriss der jüdischen Synagoge (das älteste Bethaus brannte im Jahre 1741 ab, die alte Synagoge stürzte im Jahre 1858 ein und die neue Synagoge wurde im Jahre 1956 abgerissen) ist der jüdische Friedhof einer der wenigen Andenken, die an diese bedeutende Kommunität erinnern, die sich unauslöschlich in die Geschichte der Stadt, vor allem in die Geschichte der Textilherstellung, eingeschrieben hat.

Ehemaliges Siebert-Anstalt mit St. Martinskapelle

Viktor Siebert vermachte in seinem letzten Willen, den er am 20.06.1685 im Heerlager vor Raab aufzeichnete, 10 000 Gulden zum Bau eines Hauses für zehn verarmte Strakonitzer Bürger. Sein Vater Vinzenz Karel Siebert, Bürgermeister der Stadt, kaufte für dieses Geld eine Hütte am Repitzer Tor in der Vorstadt und ließ statt ihr ein Spital errichten. 1948 wurde in diesem Spital offiziell ein Altersheim eingerichtet, das später in den Jahren 1955–1956 durch ein neues, dem alten Teil angegliedertes Objekt erweitert wurde. Unlängst wurde das Seniorenheim rekonstruiert und modernisiert.

Kalvarienberg

Die Anhöhe mit dem Namen Kalvarienberg ragt südwestlich der Strakonitzer Burg auf. Auf seinem Scheitel stand einst die altertümliche, ursprünglich gotische Kapelle ‚Heilig-Kreuz-Erhöhung‘. Um die Kapelle herum breitete sich ein kleiner Friedhof aus, auf dem der Legende nach auch der legendäre Dudelsackspieler Švanda begraben liegt. Im Jahre 1781, also unter der Herrschaft Josephs II., wurde die Kapelle aufgelöst, später wurde sie sogar abgerissen. Ihr Inventar ist heute in vielen Kapellen und Kirchen in der Umgebung verstreut.

Hus-Kollegium (Husův sbor)

Ein interessantes Bauwerk steht in der Bezděkov-Straße – das Hus-Kollegium.

Maria-Schmerz-Kirche

Am südöstlichen Stadtrand, im Stadtviertel Podsrp steht die Kirche Maria Schmerz aus dem 18. Jahrhundert, die zu einem rege besuchten Wallfahrtsort geworden ist. Besonders interessant sind der dreiflügelige Kreuzgang an der Westflanke der Kirche sowie das einstöckige Gebäude der Pfarre mit Volutengiebeln.

St. Wenzelskirche

Die ursprünglich gotische, später im Barock umgebaute Friedhofskirche des hl. Wenzel mit Pfarrhaus wurde an der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert von Bavor III. in der altertümlichen Siedlung Lom errichtet. In der gleichen Zeit entstand bei der Kirche auch ein Friedhof, der nach und nach zum einzigen Friedhof in Strakonice wurde. Der fest mit dem christlichen Kult verbundene Friedhof wurde auch ‚heiliges Feld‘ genannt. Der ursprünglich eher kleine Friedhof musste schrittweise erweitert werden, bis er seine heutige Größe erreichte, unter anderem auch aufgrund einer Hungersnot im 18.

St. -Margarethaskirche

Im Jahre 1583 ließen die Strakonizer Bürger auf der früher noch bestehenden Insel eine Kirche erbauen. Diese steht auf den Grundmauern einer älteren gotischen Kirche aus dem frühen 13. Jahrhundert. In der weiträumigen Kirche konnten die Gläubigen die heilige Kommunion in beiderlei Gestalt empfangen. Mit dem Bau der Kirche wurde der flämische Baumeister V. Vogarelli beauftragt. Der neue wertvolle Renaissancebau mit gotischen Elementen hat ein Netzsterngewölbe. Die Raumausstattung der Kirche ist pseudogotisch.

St. Prokopskirche

Liebhaber der kirchlichen Architektur können direkt im Burgareal noch eine ursprünglich romanische Kirche mit einem barocken Umbau und Rokoko-Elementen besichtigen. Das barocke Interieur der St. Prokopskirche kommt vorwiegend aus den Jahren 1720–1730. Ursprünglich wurde die Kirche als St. Vojtěch eingeweiht. Bei einem Umbau wurden Wandmalereien aus dem Jahre 1340 entdeckt. Regelmäßig jeden Sonntag gibt es hier Gottesdienste der Römisch-katholischen Kirche.

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