Kalvarienberg
Die Anhöhe mit dem Namen Kalvarienberg ragt südwestlich der Strakonitzer Burg auf. Auf seinem Scheitel stand einst die altertümliche, ursprünglich gotische Kapelle ‚Heilig-Kreuz-Erhöhung‘. Um die Kapelle herum breitete sich ein kleiner Friedhof aus, auf dem der Legende nach auch der legendäre Dudelsackspieler Švanda begraben liegt. Im Jahre 1781, also unter der Herrschaft Josephs II., wurde die Kapelle aufgelöst, später wurde sie sogar abgerissen. Ihr Inventar ist heute in vielen Kapellen und Kirchen in der Umgebung verstreut.
Heute ist dieser denkwürdige Ort mit einer hübschen Lindengruppe Teil eines Hundeübungsplatzes. Nach Auflösung der Kapelle verschwand auch der Friedhof. Der Bau der Eisenbahnlinie nach Pilsen verlieh dieser Lokalität einen völlig anderen Charakter. Im 18. Jahrhundert wurden an diesem Ort die Säulenkapellen eines Kreuzweges mit Gemälden des Strakonitzer Malers Antonín Zellerin errichtet. Aber auch dieser Kreuzweg fiel dem Verfall anheim.
























