Ehemaliges Siebert-Anstalt mit St. Martinskapelle

Viktor Siebert vermachte in seinem letzten Willen, den er am 20.06.1685 im Heerlager vor Raab aufzeichnete, 10 000 Gulden zum Bau eines Hauses für zehn verarmte Strakonitzer Bürger. Sein Vater Vinzenz Karel Siebert, Bürgermeister der Stadt, kaufte für dieses Geld eine Hütte am Repitzer Tor in der Vorstadt und ließ statt ihr ein Spital errichten. 1948 wurde in diesem Spital offiziell ein Altersheim eingerichtet, das später in den Jahren 1955–1956 durch ein neues, dem alten Teil angegliedertes Objekt erweitert wurde. Unlängst wurde das Seniorenheim rekonstruiert und modernisiert.
Die Sankt Martinskapelle wurde 1713 als Teil des Siebert-Spitals erbaut. Das Kirchlein hat ein schlichtes Äußeres und einen einfachen Grundriss und kommt ohne gemauerten Turm aus, nur ein kleines Türmchen erinnert entfernt an Kapuzinerkirchen. Ihr Inneres bleibt den Blicken der Besucher verborgen.
























