Wappen und Flagge der Stadt
Siegel
Auf der Frage, wann die Stadt Strakonice das Siegelrecht erhielt, gibt es keine eindeutige Antwort. Ferdinand I. erteilte auf Fürsprache des Großpriors Jan z Vartenberka (Johann von Wartenberg) (1534–1542) hin der Stadt ein Privilegium, in dem steht, dass den Einwohnern „mit königlicher Gnade“ erlaubt wird, „mit dem gleichen Siegel, die sie seit alten Zeiten“ benutzen konnten, bei Gemeindebedürfnissen mit rotem Wachs zu siegeln. Dieses Zitat beweist, dass Strakonice das Stadtsiegel schon früher verwendete. Es ist offensichtlich, dass sich die erste Bewilligung auf das Privilegium des Großpriors Jan z Rožmberk (Johann von Rosenberg) (1511–1532) bezieht. Während seiner Wirkungszeit kam es nämlich zur Bestätigung und deutlichen Erweiterung der bestehenden Vorrechte der Stadt. Im Zusammenhang mit der Festigung der Stadtverwaltung ist es sehr wahrscheinlich, dass das Recht, die Schriftstücke der Stadt zu siegeln, gegen das Jahr 1526 erteilt worden sein dürfte.
Stadtwappen
Das Stadtwappen wurde Strakonice um 1525 erteilt. Vor blauem Hintergrund steht eine silberne Burgmauer mit zwei Schießscharten auf beiden Seiten. In der Mitte ist ein offenes Tor zu sehen mit Zinnen darüber. Im Tor zeigt sich ein aufgezogenes goldenes Gitter. Ein silberner Turm mit doppelter Zinne und zwei Fenstern übereinander erhebt sich mächtig über dem Tor. Sein rotes Dach endet in zwei Turmknöpfen. An beiden Seiten des Turmes befinden sich rote Schilder mit goldenen Schnüren oberhalb der Schanzmauer, auf dem Schild links ein silbernes Kreuz, auf dem Schild rechs die silberne Landsteiner Rose mit goldener Mitte und grünen Kelchblättern.

Fahne
Das Recht die Fahne zu benutzen wurde der Stadt 1992 erteilt. Die Fahne weist auf die historische Rolle des Adelsgeschlechtes der Bavor hin, das in der Stadt und im Herrschaftsgebiet mindestens von 1235 bis 1402 regierte, und auf die Rolle des Johanniterordens (seit 16. Jahrhundert Malteserorden), der mit der Stadt von 1402 bis 1925 verbunden war.
Das Blatt der Fahne bilden zwei schräg geteilte Felder: Das obere rote Feld mit dem weißen Malteserkreuz und das untere gelbe Feld mit einem quer nach links aufsteigenden Pfeil aus dem Stadtwappen.
Das Verhältnis von Länge zu Breite ist 3:2.
























