Das Haus in der Husova Straße Nr. 380

Das Jugendstillgebäude von Anfang des vergangenen Jahrhunderts ist nicht nur durch seine Ausführung, sondern auch durch seine bildende Qualität interessant. Das ehemalige Waisenhaus wurde in der Zeit unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg in den Jahren 1911-1913 erbaut und zusammen mit dem anliegenden Siechenhaus handelte es sich um einen dominanten Bau, der den sozialen Bedürfnisse der Stadt diente. Als Waisenhaus diente das Objekt bis zum Zweiten Weltkrieg, danach wurde hier von der Okkupationsmacht eine deutsche Schule errichtet und nach Kriegsende wurde es zum Bezirkskinderheim umbenannt. Nach 1948 wurde das Gebäude als Büros des Bezirksnationalausschusses (1948), Oberschule für Industrie (1949) und als staatliches Regionalkrankenhaus (1951) genutzt. Das Objekt diente als Abteilung für Hals-Nase-Ohren-Heilkunde bis zu 90. Jahren. 2002 ist es in den Besitz der Stadt Strakonitz übergegangen. Zurzeit haben einige Organisationen im Gebäude ihren Sitz, so z. B. die Zweigstelle der Schmidinger Bibliothek einschließlich ihrer Umweltberatungsstelle, die Bezirksvereinigung ČSTV (Tschechischer Sport-Verband), im 2. Stock hat das Museum des Otava Flusses seine Depositare.
Die Stuckatur im Stil der Neurenaissance an der Straßenfassade mit der Abbildung Christi mit Kindern im Bogengiebel erinnert jedoch immer an den Grundzweck des Gebäudes.
(Das Nebengebäude wurde später zu Wohnungen umgebaut und hat seine ursprüngliche Form verloren.)
Ende 2012 wurde das Haus vom Kulturministerium der Tschechischen Republik zum Kulturdenkmal erklärt.
























